Breakthrough


Hallo ihr Lieben….

Ich freue mich heute von einem Ereignis schreiben zu können, das für mich nochmal einen rieeeesigen Unterschied macht.

Ich stand mit einem Mikro vor 3500 Menschen in einer riesigen Halle und sagte sinngemäß:

„Die 2 wichtigsten Entscheidungen in meinem Leben waren zum Einen, meiner Familie vor 2 Jahren zu erzählen, dass ich vergewaltigt wurde und zum Anderen, dass ich seit ca. einem Jahr einen Blog zu dem Thema habe, um anderen zu helfen.“

Ich konnte teilweise nicht weiter reden, weil ich weinte und bebte, aber ich merkte, wie ich mit jedem Wort größer, stärker und freier fühlte, weil innerlich so viel Last von mir abfiel.

Nicht nur, dass es Standing Ovations gab, einige der anderen Teilnehmer standen sogar auf den Stühlen. Das war schon sehr beeindruckend, aber noch kein Vergleich damit, was noch kommen würde.

Kurz zuvor hatten wir eine Übung gemacht, in der wir eine Erinnerung an ein tolles Erlebnis zurück geholt und uns wieder in diese Situation samt der damaligen Empfindungen reingefühlt haben und in der mir bewusst wurde, wie toll sich ein richtig aufgerichteter Körper mit Muskelspannung für mich immer angefühlt hatte. Daher gab ich vor all diesen Menschen dann noch das Versprechen ab, wieder in meine körperliche Bestform zu kommen, einfach, weil es auch der Seele gut tut in einem gesunden, fitten Körper zu stecken, den wir bejahend annehmen.

Als sich der Applaus langsam wieder klärte, beendete ich meinen aktiven Teil mit lauter, klarer Stimme:

„…denn das Leben ist viel zu geil, als das wir es uns von einem scheiss Erlebnis kaputt machen lassen sollten.“

Auch wenn ich gerade riesige Tränen geweint hatte, ich war glücklich – glücklich wie schon lange nicht mehr. Ich war so frei und hätte die Welt umarmen können – und genau das bekam ich von den Menschen um mich herum. Viele drückten mich, gratulierten mir, bedankten sich – oder machten mir auch die in dieser Kraft liegende Verantwortung klar.

Den Rest des Tages kam ich kaum noch zum Essen und Trinken. Ich bekam Geschenke, aufbauende und dankbare Worte, sowie unheimlich intensive Umarmungen, die mich immer mehr mit positiver Energie auftankten. Einige Menschen plauderten nur kurz mit mir oder wünschten mir alles Gute für meinen weiteren Weg und mit anderen ergab sich ein richtig intensives Gespräch. Besonders ging es mir unter die Haut, wenn jemand mir, als komplett fremder Person, plötzlich ganz offen von seinem traumatischen Erlebnis erzählt und sich mir völlig unvoreingenommen anvertraut.

Eine Pause saß ich durchgängig mit einer Person da, der es ähnlich ergangen war wie mir und wir redeten über das Geschehene, über psychologische Mechanismen, die unser Körper anwandte, um uns zu schützen und über den Schutzwall aus Übergewicht, der viele Menschen begleitet und solange die Ursache nicht verarbeitet ist – solange wird keine Diät und keine Ernährungsumstellung dauerhaften Erfolg bringen können. Diese intensive Zeit mit einem Menschen, „dem ich aus der Seele gesprochen“ hatte und all das andere Feedback von Unbekannten, Bekannten und von Freunden, all das zeigte mir wieder ganz deutlich, dass ich genau das machen möchte. Ich möchte über das Thema sprechen und schreiben, den Menschen Mut machen und sagen: „Hey, das Leben ist geil – schmeiss es nicht weg, sondern kämpf Dich zurück ins Glück – es lohnt sich.“ Denn das tut es.

Doch wie war es dazu gekommen?

Am 10.-11.10.2015 war ich auf einem Seminar mit dem Namen „No Limits“. Den Seminarleiter Marc Galal kannte ich schon, weshalb ich mir sicher war, dass es gut werden würde, da er sonst aber seinen Schwerpunkt auf Verkaufstraining legt, wusste ich nicht so Recht, was mich an diesem Wochenende erwarten würde.

Und im Nachhinein kann ich sagen: Das Leben hat mich echt geprüft vorher 😉 Die 2 Wochen davor bestanden aus Arbeit, Schmerztabletten, Notaufnahme, wenig Schlaf und viel viel Mangelempfinden. Zuerst wollte ich darauf noch detaillierter eingehen, dann wäre aber der Artikel schon allein dadurch ein halbes Buch geworden, weshalb ich die Details gerade gelöscht habe 😉 Jedenfalls brauchte ich die ersten 150 km zum Seminarort vier Stunden und hatte erst um 23.30 am Anreisetag ein freies Hotelzimmer, aber eigentlich war es da schon unglaublich für mich, dass ich überhaupt dort angekommen war und mich nicht davon hatte abbringen lassen. No Limits eben.

Das Seminar war schon am Samstag super, sowohl inhaltlich als auch vom Drum herum. Eine geniale Stimmung, viele tolle Persönlichkeiten und ganz viel Menschlichkeit und Wertschätzung.

Am Sonntag wurde es dann noch um ein Vielfaches intensiver. Marc hatte schon von seinem 9 Tages Seminar in der Türkei gesprochen und nach den ersten 2-3 Stunden Sonntagvormittag, in denen sich bei mir mental so viel löste, fragte ich mich, wie es mir wohl nach 9 Hammer Tagen gehen würde 😉

So ging es dann direkt Montag Vormittag zu Hause los 🙂 :

Kontaktaufnahmen nach dem Seminar

Was ziehe ich aus diesem Wochenende?

  •  Manchmal, wenn euch das Leben so richtig viele Steine vor die Füße zu werfen scheint, dann kann das ein Indiz sein, dass es sich dann besonders lohnt, weiter zu kämpfen.
  • Mut tut gut. Besonders, wenn man damit anderen helfen kann und einem dieses Feedback auch zugetragen wird.
  • Veränderung alleine ist schon toll. Doch wenn man diesen Weg mit gleichgesinnten Menschen gehen kann, dann vervielfacht das meiner Meinung nach die Wirkung noch und ich freue mich wirklich auf all das, was nun kommt.
  • Tatsächlich kann ein Erlebnis, ein Moment, ein innerer Prozess ganz viel auf- und auslösen. Das weiß ich seit diesem Tag, denn mein Inneres hat sich seitdem total verändert. Aus einem Mangelgefühl, aus dem ich über Jahre hinweg nicht ausbrechen konnte, obwohl ich positives Denken im Kleinen erfolgreich umsetzen konnte, bin ich in eine Stärke gekommen, diese Angst von vorher ist komplett weg.
  • Persönlichkeitsentwicklung? Für mich einer der bedeutenden Teile in meiner Traumaverarbeitung.

Danke an Euch, die ihr den Blog lest, teilt und kommentiert und auch danke an Marc und jeden einzelnen Menschen, der Teil dieses tollen Seminarwochenendes in Wetzlar war….

Gruppenbild Rittal Arena

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