Heute ist Valentinstag. Viele lieben ihn, viele verfluchen ihn als kommerziell und andere sind an diesem Tag frustriert, weil sie gerade keinen Partner haben, mit dem sie ihr Leben teilen. Ich persönlich finde Valentinstag ist, was du daraus machst und habe vor 2-3 Jahren ein für mich sehr wertvolles und schönes Ritual gefunden, das mir gut tut und dieses Gefühl völlig unabhängig von anderen Menschen macht.

Selbstliebe

Dies war und ist für mich die größte Herausforderung – mich selbst wirklich neu lieben zu lernen. Bewusst würde ich sagen habe ich mir nie die Schuld dafür gegeben, dass passiert ist was passiert ist und doch beschäftigte ich mich mit diesem Selbstvorwurf. Hört man etwas über Vergewaltigungen, so geht es oft darum, dass die Dunkelziffer deswegen so hoch ist, da ein Opfer sich schämt oder sich gar selbst die Schuld dafür gibt. Ich stellte mir daher sehr rasch nach dieser Nacht die Frage, ob ich mir denn eigentlich selbst die Schuld gab und fühlte mich fähig genug zu dem Schluss zu kommen, dass das blödsinnig sei. Doch wie oft genug war dies nur eine oberflächliche Betrachtung des Geschehenen, tief in mir drinnen sah es ganz anders aus. Zurückblickend ist es für mich heute ganz offensichtlich, dass ich dem Abenteuer liebenden Teil in mir den Vorwurf machte, mich an diesem Abend zu Hause raus geschlichen zu haben, nur um in seiner Nähe sein zu können. Vielleicht habe ich mir auch vor geworfen, mich nicht genug gewehrt zu haben –  doch Instinkte sind da, um dich vor dem Tod zu bewahren und wenn mein Instinkt mir an diesem Abend ab einem gewissen Punkt eben sagte, dass ich es lieber „geschehen lassen“ sollte, dann vertraue ich heute darauf, dass es auch eskalieren hätte können, wenn ich mich bis zum Bittersten gewehrt hätte. Vielleicht war es einfach so, dass diese Situation keinen „besseren“ Ausgang bereithielt, auch wenn das natürlich schön gewesen wäre.

Wenn auch du zögerst dich selbst zu lieben, dann werde dir bewusst, dass Selbstliebe ein ganz wesentlicher Aspekt deines persönlichen Glücks ist. Wie sollst du glauben, dass jemand dich liebt, wenn du es selbst nicht kannst? Wie sollst du deine Mauern aus Angst und Zweifel einreißen, wenn du dem Mensch nicht bedingungslos vertraust, mit dem du dich zu neuen Ufern begeben magst? Wie sollst du glücklich sein, wenn die Beziehung zu der einzigen Person nicht stimmt, von der du dich unter keinen Umständen? Die Person, mit der du definitiv bis ans Ende deines Lebens vereint sein wirst – das bist du ganz alleine. Also tust du mit Sicherheit gut daran die Beziehung zu dir kontinuierlich zu pflegen oder gar überhaupt einmal anzufangen, sie (wieder) aufzubauen. Heute möchte ich einen von unendlich vielen Wegen mit euch teilen, wie man diese Beziehung ganz bewusst stärkt, besonders deshalb, weil ich bei diesem Ritual schon die spannendsten Erkenntnisse darüber hatte, was ich eigentlich so alles an mir mag und wessen ich mir noch nie bewusst gewesen bin. Es würde mich sehr freuen, wenn du dich darauf einlässt herauszufinden, was du insgeheim so alles toll an dir findest, denn dann genießt du es gleich viel mehr, mit dir zusammen sein zu dürfen.

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Ein Liebesbrief an dich

Vor zwei oder drei Jahren kam mir an Valentinstag der Gedanke, mir einfach selbst einen Liebesbrief zu schreiben, da ich zu diesem Zeitpunkt keinen Partner hatte und ich damals selbst noch eine der Personen war, die sich davon besonders an diesem Tag ein wenig die Stimmung verderben ließen. Man muss vielleicht dazu sagen, dass ich sehr gerne Briefe oder Gedichte schreibe und an Weihnachten meine Partner sich zur Vorweihnachtszeit oft über selbst gestaltete und liebevoll befüllte Adventskalender freuen durften und sicherlich auch weiterhin dürfen. Typ Sache – keine Frage, aber das ist ja nahezu mit allem so. Ich hätte auch einen Liebesbrief an Verwandte schicken können oder an eine gute Freundin oder einen Freund, doch diesmal schien es mir wichtig zu sein, bei mir zu bleiben. Kannst du dir vorstellen, dir selbst einen Liebesbrief zu schreiben? Ich gebe zu, der Anfang war ganz schön komisch. Von klein auf werden wir in Bescheidenheit geschult, aber man schreibt ja einen Liebesbrief in den schillerndsten Bildern und wenn man sein Geschriebenes an den Traumprinzen oder die Traumfrau schlechthin schreibt, dann fällt einem dies auch überhaupt nicht schwer. Als ich jedoch versuchte, mir selbst zu schildern, was ich an mir mag, da war ich anfangs doch sehr gehemmt. Hatte ich zuerst angefangen zu schreiben: „Ich liebe mich, weil…..“, oder : „Ich genieße mit mir besonders….“, versuchte ich es nach einiger Zeit mit einem Perspektivwechsel und schrieb nicht mehr in der ich-Form von mir, sondern in der Du-Form: „Ich liebe DICH, weil…..“, oder: „Ich genieße mit DIR besonders…..“ und schaffte mir mit diesem vermeintlich kleinen Unterschied eine gewisse Distanz, mit der es mir leichter fiel mich quasi „von außen“ zu sehen. Ich stellte mir vor ich sei jemand anderes, jemand, der total verliebt in mich ist und mich mit diesem Brief beeindrucken wollte. Auch das klappte nicht sofort, denn das Bewusstsein, das mich blockierte, ließ sich nicht so leicht überlisten, doch ich blieb dran und nach einiger Zeit begann ich einen Blickwinkel einzunehmen, mit dem ich mich noch nie gesehen hatte. Ich schrieb und schrieb und schrieb und es machte unheimlich viel Spaß, so viele tolle Dinge über sich selbst aus seinem tiefsten Inneren zu erfahren. Wenn du total verliebt bist, Schmetterlinge im Bauch hast, dann siehst du Macken und Fehler bei deinem Gegenüber nicht oder nimmst sie nicht wahr und plötzlich war ich so in dieser Art Rollenspiel angekommen, dass ich auch mich selbst mit einer rosaroten Brille betrachtete (normal scheinen wir bei uns selbst eher eine eher dunkelrote oder gar graue Brille zu tragen). Dieser Brief, der so entstand, wirkte Wunder. Ging es mir im Laufe des Jahres nicht gut, dann brauchte ich diese Liebeserklärung an mich selbst nur erneut zu lesen und zog daraus immer wieder sehr viel Kraft.

 

Jetzt bist du dran – nimm dir Zeit für dich und die Beziehung zu dir, lass dich wissen, was du so an dir schätzt und genieße die Liebe des für dich allerwichtigsten Menschen auf der Welt.

Ich freue mich schon jetzt auf deine Erfahrungen, die du mit uns teilst und darauf, wenn du in deiner Beziehung zu dir einen wichtigen Schritt machen kannst.

Danke für dein Vertrauen, Marisa

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